Algen im Aquarium bekämpfen: So geht es richtig

Algen sorgen in der Aquaristik für viel Verärgerung und stellen – insbesondere für Einsteiger – ein großes Problem dar. Sowohl für ein Triops-Aquarium als auch ein Aquarium mit Fischen und Garnelen, aber auch für ein Biotop oder Aquascape sind Algen im Aquarium grundsätzlich eine Plage. Algen sind sowohl optisch ein Problem und werten ein mühevoll eingerichtetes Aquarium ab, als auch eine Gefahr für die übrigen Pflanzen. Bei manchen unerfahrenen Aquarianern führt die Algenplage sogar dazu, dass diese am Ende verzweifeln und ihr Hobby, die Triops-Zucht aufgeben. Das muss natürlich nicht sein, denn auch für dieses Problem gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die Abhilfe schaffen und eine Ausbreitung der Algen verhindern. Wie Du Algen im Aquarium richtig bekämpfen und das Aquarium optisch ansprechend halten kannst, erkläre ich in diesem Blogbeitrag.

Algen im Aquarium: Was sind Algen?

Die Algen sind wie Bakterien, Mikroorganismen und Viren in der Umwelt breit vertreten und spielen für das Gleichgewicht in den Biotopen eine wichtige Rolle. Die Familie der Algen umfasst eine große Auswahl an Pflanzenarten, die nicht zu den sogenannten höheren Pflanzen oder Moosen gehören.

Folgende Formen und Größen der Algen gibt es:

  • Kleine Einzeller-Algen
  • Fadenförmige Algen
  • Makroalgen.

Die Makroalgen können dabei eine Größe von bis zu 60 Metern erreichen können. Algen im Aquarium sind für das biologische Gleichgewicht wichtig, doch können auch zu einer Plage werden.

Algen im Aquarium: Wie entstehen Algen?

Für eine Algenplage gibt es unterschiedliche Ursachen, die nicht immer vom Triops-Züchter ausgehen. Da sich das ökologische Gleichgewicht in einem neuen Aquarium noch nicht eingependelt hat, kommt es in neu eingerichteten Aquarien häufiger zu Problemen mit Algen. Zu den häufigen Ursachen zählen zu wenige und unregelmäßige Wasserwechsel, die Wasserwerte sowie Nährstoffe im Wasser. Licht und Nährstoffe zählen zu den Grundlagen für Algenwachstum – ist ein Übermaß an beiden vorhanden, wachsen die Algen und werden so zu einem Problem. Auch bei zu hohen Nitritwerten vermehren sich die Algen schnell.

Nachfolgend schauen wir uns die häufigsten Ursachen für Algen im Aquarium an:

  • Ungenügender Wasserwechsel
  • Wenig Wasserpflanzen
  • Düngung
  • Lange Beleuchtungszeit
  • Durchflussmenge des Filters.

Pflanzen brauchen unterschiedlich lange für die Photosynthese. Ist die Beleuchtungsphase während dieser gestört, wachsen die Pflanzen nicht mehr so gut und das Wachstum der Algen im Aquarium wird dadurch begünstigt. Ist die Beleuchtungszeit wiederum zu lang, kann dies dazu führen, dass Pflanzen aufgrund des Nährstoffmangels nicht mehr optimal versorgt werden und das Algenwachstum begünstigt wird. Das Triops-Aquarium sollte deswegen im Schnitt 12 und maximal 14 Stunden beleuchtet werden.

Wenn die Durchflussmenge eines Filters zu gering ist, können weniger Schadstoffe bereinigt werden. Ein Überfluss an Nitrat kann ab einem bestimmten Punkt nicht mehr von Pflanzen bewältigt werden, sodass Algen entstehen können. Doch auch eine zu hohe Durchflussmenge sollte vermieden werden, da dadurch zu viel Nitrat absorbiert wird und infolgedessen zu wenige Nährstoffe für Pflanzen verbleiben.

Kot von Triops und Fischen ist als natürlicher Dünger in jedem Aquarium vorhanden. Wird zusätzlicher Dünger im Aquarium verwendet, so kann dieser Überschuss von den Aquarien-Pflanzen nicht mehr aufgenommen werden. Algen dagegen können nahezu unbegrenzt Düngemittel aufnehmen und somit prächtig wachsen.

Welche Algenarten gibt es?

Nachfolgend schauen wir uns die wichtigsten Algenarten an und wie man diese bekämpfen kann, sodass Algen im Aquarium nicht zu einer Plage werden.

Grünalgen

Grünalgen bilden einen pelzartigen Belag an der Scheibe des Aquariums. Durch lange Faden an den Pflanzen sind sie gut zu erkennen und wachsen überwiegend als Folge des Nährstoff-Übermaßes. Um Grünalgen zu bekämpfen, sollte man als Triops-Züchter einen Magnetkratzer verwenden und häufige Wasserwechsel durchführen.

Bartalgen

Diese Algenart gehört zur Familie der Rotalgen und verdankt den Namen ihrem typischen Aussehen. Dieses erinnert nämlich an Barthaare, dabei zeigt sich die rote Farbe erst, nachdem die Alge in Alkohol getaucht wird. Diese robuste Art ist relativ schwer zu entfernen und siedelt sich an Wasserpflanzen, Dekorationen und am Filter an. Bei starkem Befall der Pflanzen, sollten diese komplett entnommen werden.

Blaualgen

Ein häufiger Wasserwechsel ist bei Blaualgen sehr wichtig, denn das Vorhandensein dieser Algenart im Aquarium ist ein Indiz für schlechte Wasserqualität. Als Folge zu hoher Nitrit- und Nitratwerte entsteht ein blaugrüner Überzug auf Pflanzen und Steinen. Der Belag sollte mit einem Schlauch abgesaugt werden, um Algen im Aquarium zu vermeiden.

Pinselalgen

Die Pinselalgen gehören genauso wie Bartalgen zur Familie der Rotalgen und gelten als eine der schlimmsten Arten. Sie entstehen durch zu viele Nährstoffe im Aquarium und CO2-Mangel. Die Büschelalgen mit der dunkelgrünen bis schwarzen Farbe müssen sofort entfernt, sowie die befallenen Pflanzen komplett entnommen werden. Auch der Kies muss abgesaugt werden.

Fadenalgen

Diese Algen im Aquarium kommen häufig vor und befinden sich meist an Pflanzen und Dekorationen. Dabei erreichen sie eine Länge bis zu 20 Zentimetern. Diese Art lässt sich relativ einfach von Hand entfernen.

Kieselalgen

Fälschlicherweise werden Kieselalgen oft als Braunalgen bezeichnet. Diese kommen allerdings nur im Meer vor. Bräunliche Algen im Aquarium deuten auf schlechte Wasserqualität und Lichtmangel hin. Dabei kommen sie als schwarzgrüne Punkte auf Blättern oder als dünne Schicht auf den Scheiben vor. Teilwasserwechsel und der Einsatz von weichem Wasser hilft gegen diese Algenplage.

Algen im Aquarium: Fazit

Algen sind einerseits wichtig und gehören ins Aquarium, doch bei einem Wildwuchs können sie zu einer schlimmen Plage werden. Als Triops-Züchter investiert man eine Menge Zeit, Arbeit und auch Geld in schöne Aquarien-Pflanzen, um ein optisch ansprechendes Aquarium einzurichten. Wenn dieses dann von Algen befallen wird, so ist die Freude getrübt und der Spaß an der Zucht schnell verflogen. Frust macht sich breit. Doch das muss nicht sein und es gibt viele Wege, durch etwas Geduld und Fingerspitzengefühl sowie richtige Prophylaxe die Algen unter Kontrolle zu halten. Genügend Wasserpflanzen, die ein Nahrungskonkurrent der Algen sind sowie eine gemäßigte Fütterung und regelmäßige Wasserwechsel sind eine optimale Vorbeugung.

Sladjan Lazic

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