Aquarium-Technik in der Triops-Zucht: Das brauchst Du

Für den Einstieg in die Triops-Zucht braucht es nicht viel an Aquarium-Technik. Neben unserem Urzeitkrebse Starterpack mini braucht die angehende Züchterin oder Züchter lediglich ein kleines Becken für die Aufzucht und eine Beleuchtung. Dies kann für den Anfang auch eine Schreibtischlampe sein. Solange sie genügend Licht und in den kalten Monaten etwas Wärme spendet, ist der Zweck erfüllt. Dann nur noch Wasser mit dem Zuchtansatz hineinkippen und abwarten. So einfach ist das Züchten von Triops. Wenn die Zucht erfolgreich ist – und davon gehen wir selbstverständlich aus – stellt man sich die Frage, welche Aquarium-Technik wichtig für die Zucht ist. Welches Aquarium sollte man sich anschaffen, um die erwachsenen Tiere dort umzusiedeln und dauerhaft zu halten? Welcher Filter ist zu empfehlen und ab welchem Zeitpunkt sollte dieser verwendet werden? Braucht man auch eine Membranpumpe? Soll es ein Innen- oder Außenfilter sein? Sollte man eine Faunabox aus Kunststoff nehmen oder doch ein Aquarium aus Glas? Muss ich das Aquarium heizen und welcher Heizstab ist zu empfehlen? Wie man sieht, sind es viele technische Fragen, die einen Einsteiger schnell verwirren können. In diesem Blogartikel erkläre ich, welche Aquarium-Technik wichtig ist, damit ihr Freude an den Triops habt.

Aquarium-Technik: Aufzuchtbecken und Aquarium

Bevor wir uns mit der eigentlichen Aquarium-Technik beschäftigen, will ich mich erstmal dem Aufzuchtbecken für die Nauplien und dem Aquarium für erwachsene Tiere widmen. Als Aufzuchtbecken kann im Grunde jeder Behälter bis zu einem Fassungsvermögen von fünf Liter dienen. Egal ob Plastikbehälter, Tupperdose, Glasschüssel oder gar eine aufgeschnittene Flasche. Solange das Behältnis nicht zu groß und nur mit Wasser und ohne Chemie ausgewaschen wurde, reicht es vollkommen aus. Das Aufzuchtbecken muss ja keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. Das Becken sollte aus dem Grund nicht zu groß sein, weil die winzigen Nauplien in den ersten Tagen das Futter nicht finden und sterben können. Unsere Triops-Sets werden wahlweise in einer Faunabox der Größe 18 x 12 x 14 cm und 35 x 21 x 28 cm geliefert.

Haben die Triops eine Größe von ca. einem Zentimeter erreicht – was nach etwa zehn Tagen der Fall ist – können sie in ein größeres Becken oder Aquarium umgesiedelt werden. Die Wahl der Aquariengröße bleibt jedem selbst überlassen. Es bieten sich Aquarien mit einem Fassungsvermögen von 12, 25, 45, 54 oder 112 Liter an. Zu beachten ist, dass der Besatz nicht zu dicht sein sollte, da sich sonst die Wasserwerte rapide verschlechtern und der zu hohe Nitritwert zum Tod der Triops führen kann. Als Faustregel gilt: Zwei Liter pro Tier. Weiter geht es mit der Aquarium-Technik.

Aquarium-Technik: Beleuchtung

Ohne Licht gibt es keine erfolgreiche Zucht von Triops. Nach dem Becken, dem Wasser und natürlich einem Zuchtansatz ist die Beleuchtung das wichtigste Utensil in der Aquarium-Technik. Licht hat auch eine positive Wirkung und ist wichtig für die Pflanzen im Aquarium. Damit die Nauplien aus den Eiern schlüpfen, muss Tageslicht vorhanden sein oder eine Lampe brennen. Erst das Licht löst den sogenannten Schlupfreiz aus und es kommt zum Schlupf. Für den Anfang reicht eine handelsübliche Schreibtischlampe oder gar eine Glühbirne aus.

Im Gegensatz zu einer LED-Lampe wird die Schlupfquote mit einer Schreibtischlampe oder Glühbirne geringer ausfallen. Falls es Probleme beim Schlupf von Nauplien gibt, sollte man sich doch besser eine LED-Lampe zulegen. Später beim Einsatz im Aquarium ist eine hochwertige LED-Beleuchtung ohnehin praktischer, da diese passgenau aufgesetzt werden kann, was eine Schreibtischlampe nicht leisten kann. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Lampe einen Wert von mindestens 6000 Kelvin (Farbtemperatur) und 700 lm (Lumen = Lichtintensität) hat.

Bei Triops Galaxy hat sich die Aquarium LED-Aufsetzlampe von Happet bestens bewährt.

Filter

Eine der häufigsten Fragen betreffend Aquarium-Technik ist die Frage nach der Wahl des richtigen Filters. Es ist auch manchmal ein heiß diskutiertes Thema in der Aquaristik, sodass allein eine komplette Einführung in das Thema Aquarium-Filter einen ganzen Blogbeitrag und mehr für sich beanspruchen würde. Dies würde den Rahmen dieses Beitrags bei Weitem sprengen, sodass ich mich hier auf das Wesentliche in Bezug auf Filter in der Triops-Zucht beschränken werde. Manchmal muss man die Dinge nicht unnötig verkomplizieren, wenn es doch auch einfach geht. Da ich ein großer Anhänger des Essentialismus bin, halte ich viele Dinge nach dem KISS-Prinzip (Keep it simple, stupid).

Warum ist ein Filter im Aquarium notwendig?

Ein Filter im Aquarium ist wichtig, um das biologische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. In den Aquarien herrscht eine permanente Wasserumwälzung, wie sie in der Natur vorzufinden ist. Die Bewegung des Wassers erzeugt eine Filtration. In der Aquarium-Technik übernimmt der Filter die ständige Reinigung und Aufbereitung des Wassers. Durch diesen Prozess werden Abfallstoffe wie Futterreste gefiltert und nicht wieder in den Kreislauf des Aquariums gelassen. Da ein Aquarium im Gegensatz zu Naturgewässern mit ihrem biologischen Kreislauf, diese Art der Selbstreinigung nicht hat, muss ein Filter diese Funktion übernehmen.

Geht es auch ohne einen Filter?

Ein Aquarium ist ein geschlossenes System und im Gegensatz zu einer natürlichen Umgebung, nicht in der Lage, sich selbst zu erhalten. In der Natur werden Rückstände durch den Boden heraus gesiebt und dieser leitet sauberes Grundwasser in den Kreislauf zurück. Dieses Wasser kehrt als Regen zurück. Giftstoffe und Abfallprodukte werden durch Mikroorganismen und Pflanzen umgewandelt und verlieren ihre toxische Wirkung, der Stickstoffgehalt wird gesenkt und die Aquarienbewohner werden mit Sauerstoff versorgt. Würden diese essenziellen Filterfunktionen ausbleiben, würde sich die Wasserqualität rapide verschlechtern und die Nitrit- und Nitratwerte lebensbedrohlich auf die Tiere auswirken. Aus diesen Gründen sollte ein Filter verwendet werden.

Innenfilter und Außenfilter

In der Aquarium-Technik wird grundsätzlich zwischen Innen- und Außenfilter unterschieden. Beide Varianten werden in verschiedenen Ausführungen und Größen sowie für jedes Budget angeboten. Genauso haben beide Varianten ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Außenfilter sind in der Regel leistungsfähiger und werden in größeren Aquarien eingesetzt.

Außenfilter Vorteile:

  • Hohe Leistungsfähigkeit
  • Reinigung seltener nötig

Außenfilter Nachteile:

  • Teilweise sehr laut
  • Aufwendige Reinigung
  • Benötigt mehr Platz neben dem Becken

Innenfilter sind nicht so leistungsfähig wie Außenfilter und können in großen Aquarien nicht eingesetzt werden. Für kleine und mittlere Becken eignen sie sich jedoch hervorragend.

Innenfilter Vorteile:

  • Unkomplizierte und schnelle Reinigung
  • Niedrige Soggefahr
  • Leiser Betrieb

Innenfilter Nachteile:

  • Leistung nimmt bei Verschmutzung schnell ab
  • Häufigere Reinigung nötig

Bei Triops Galaxy hat sich der Aquarium Innenfilter Orca 350 mit der Aktivkohle-Box von Happet bestens bewährt.

Heizstab

Ein weiteres Utensil aus der Aquarium-Technik, welches in der Zucht von Triops nicht fehlen darf, ist ein Heizstab. In den Sommermonaten ist keine zusätzliche Heizung notwendig, doch sobald die Wassertemperatur unter 18 °C fällt, muss beheizt werden. Doch Vorsicht, nicht alle Triops-Arten benötigen die gleiche Temperatur.

Die nachfolgende Tabelle liefert eine Übersicht über die erforderliche Temperatur für die häufigsten Arten.

Triops Cancriformis20 – 24 °C
Triops Longicaudatus23 – 26 °C
Triops Longicaudatus Red23 – 26 °C
Triops Beni kabuto ebi Albino22 – 25 °C
Triops Granarius24 – 26 °C
Triops Newberryi27 – 31 °C
Triops Australiensis27 – 31 °C

Bei der Wahl des Heizstabs kann man nicht viel falsch machen. Ein guter Heizstab ist schon unter zehn Euro zu bekommen. Bei Triops Galaxy hat sich der Aquarium Heizstab von Happet in der Zucht bewährt und kann sehr empfohlen werden.

Sladjan Lazic

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